Ein niedriger Dezibelwert sagt wenig aus, wenn keine klare Prüfmethode zugrunde liegt. Bei der Bewertung eines Herstellers von 8-kg-Wäschetrocknern sollten technische Teams Geräuschdaten anfordern, aus denen die Messnorm, die Betriebsbedingungen, die Eigenschaften der Beladung und die Frage hervorgehen, ob die Ergebnisse den Schallleistungs- oder den Schalldruckpegel angeben. Auch Messunsicherheit und Wiederholbarkeit sind beim Vergleich von Lieferanten wichtig.
Das aussagekräftige Ergebnis ist kein Prospekt mit der Angabe „leiser Betrieb“, sondern ein nachvollziehbarer Bericht, der den angegebenen Geräuschwert mit einer bestimmten Trocknerkonfiguration und einem Prüfverfahren verknüpft. Besonders wichtig wird diese Unterscheidung, wenn sich bei einem OEM-Projekt nach der Freigabe des Musters Kompressor, Lüfter, Gehäusebleche oder Steuerungssoftware ändern.
Bei Haushaltswäschetrocknern ist der übliche Vergleichswert der A-bewertete Schallleistungspegel, angegeben als LWA in dB bezogen auf 1 pW. Die Schallleistung beschreibt die unter festgelegten Bedingungen vom Gerät abgegebene akustische Energie. Sie entspricht nicht unbedingt dem Geräuschpegel, den eine Person direkt neben dem Gerät wahrnimmt.
Der Schalldruckpegel, häufig als LpA angegeben und auf 20 µPa bezogen, hängt von Messposition, Abstand, Raumakustik und nahe gelegenen reflektierenden Flächen ab. Ein Schalldruckmesswert, der einen Meter von einem Trockner entfernt ermittelt wurde, lässt sich nicht direkt mit der Schallleistungsangabe eines anderen Lieferanten vergleichen.
Wenn ein Angebot nur „Geräusch: 62 dB“ angibt, sollten Sie diesen Eintrag als unvollständig betrachten, nicht automatisch als inakzeptabel. Fragen Sie nach der gemessenen Größe, ihrem Bezugswert und der Ermittlung des Werts. Eine Messung mit dem Smartphone oder eine nicht näher erläuterte Messung in der Werkstatt kann helfen, ein Klappern zu lokalisieren, belegt aber keine vergleichbare Produktangabe.
Zu den relevanten Normen gehören IEC 60704-1 mit allgemeinen Anforderungen an die Prüfung des Luftschalls von Geräten und IEC 60704-2-6 mit besonderen Anforderungen für Wäschetrockner. IEC 60704-3 behandelt die Bestimmung und Überprüfung angegebener Geräuschemissionswerte. Im Prüfbericht sollten die verwendeten Ausgaben, eine gegebenenfalls anwendbare nationale oder regionale Übernahme sowie Abweichungen vom vorgeschriebenen Verfahren aufgeführt sein.
Diese Verweise erfüllen unterschiedliche Zwecke. Ein Messergebnis an einem einzelnen Prüfgerät ist nicht automatisch eine statistisch abgesicherte Angabe für eine Produktionsserie. Ebenso sollte eine technische Prüfung nach einem geänderten Verfahren nicht als uneingeschränkt normkonformes Ergebnis dargestellt werden.
Wenn im Zielmarkt Anforderungen zur Geräuschkennzeichnung gelten, sollten Sie die anwendbare Vorschrift und das darin referenzierte Messverfahren separat bestätigen. Allgemeine Unterlagen zur elektrischen Sicherheit oder Registrierungen im Zusammenhang mit Energieeffizienz belegen für sich genommen nicht die akustische Leistung des Trockners.
Wenn eine unabhängige Prüfung erforderlich ist, sollten Sie sicherstellen, dass der Akkreditierungsumfang des Labors das einschlägige akustische Prüfverfahren abdeckt. Eine Akkreditierung nach ISO/IEC 17025 ist ein hilfreicher Kompetenznachweis; wichtiger als ein Logo auf dem Deckblatt ist jedoch der Akkreditierungsumfang.
Die Nennkapazität bezieht sich in der Regel auf die Trockenmasse der Textilien unter festgelegten Bedingungen. Sie sagt nichts über die Nassmasse der Beladung beim Einfüllen in die Trommel, die Textilzusammensetzung oder den Restfeuchtegehalt zu Beginn einer Geräuschprüfung aus. Diese Faktoren beeinflussen, wie die Beladung in der Trommel bewegt wird und wie lange das Gerät in den verschiedenen Betriebszuständen läuft.
Fordern Sie Angaben zum Programm, zur Beladungsmasse und -zusammensetzung, zum Konditionierungsverfahren, zur anfänglichen Feuchte, zur gewählten Trocknungsstufe und zum Messintervall an. Im Prüfbericht sollte erläutert werden, ob der angegebene Wert aus einem vorgeschriebenen Betriebszeitraum oder aus einem anderen festgelegten Mittelungsverfahren stammt. Eine Vorführung mit leerer Trommel ersetzt nicht die nach dem anwendbaren Verfahren vorgeschriebene Prüfung mit Beladung.
Bestätigen Sie außerdem die verwendete Stromversorgung. Für ein Modell, das für Märkte mit unterschiedlichen Spannungen und Frequenzen angeboten wird, sind Nachweise für die gelieferte Konfiguration erforderlich. Ergebnisse sollten nicht allein deshalb als übertragbar gelten, weil das Gehäuse identisch aussieht.
Auch die Installationsbedingungen verdienen Beachtung: Bodenbeschaffenheit, Ausrichtung, Abstände und gegebenenfalls die Konfiguration des Abluftkanals. Bei Wärmepumpenmodellen sollten die relevanten Umgebungsbedingungen und der Betriebszustand während der Messung dokumentiert werden. Diese Angaben helfen, Unterschiede zu erklären, statt die Ingenieure darüber rätseln zu lassen, ob sich das Gerät oder der Prüfaufbau geändert hat.
Das normierte Schallleistungsergebnis sollte weiterhin die Grundlage für den direkten Vergleich bilden. Es erklärt jedoch möglicherweise kein zeitweiliges Brummen des Gehäuses, keinen Kompressorton und kein wiederkehrendes Aufschlagen der Wäsche. Zwei Trockner mit ähnlichem A-bewertetem Gesamtpegel können deutlich unterschiedlich klingen.
Für die technische Freigabe sollten Sie, falls die Konstruktion dies erfordert, ergänzende Nachweise anfordern: einen zeitlichen Verlauf über relevante Betriebsphasen, Ergebnisse in Oktav- oder Terzbändern sowie gezielte Untersuchungen tonaler oder intermittierender Geräusche. Diese sind eindeutig als zusätzliche Diagnostik und nicht als Ersatz für die formelle Prüfung zu kennzeichnen.
Eine praktische Hörprüfung sollte bei Wärmepumpenmodellen den Kompressorstart, gegebenenfalls die Drehrichtungswechsel der Trommel sowie den Betrieb der Kondensatpumpe umfassen. Bei einer Installation im Hauswirtschaftsraum ist ein kurzer Pumpvorgang möglicherweise unbedeutend. Neben einem Schlafzimmer kann derselbe Vorgang Aufmerksamkeit erfordern, selbst wenn die Gesamtangabe zufriedenstellend ist. Für jedes zusätzliche Abnahmekriterium sollte festgelegt werden, wie es gemessen wird.
Beim Vergleich ähnlicher Ergebnisse sollten Sie erfragen, welche Faktoren die Unsicherheitsangabe umfasst und, sofern zutreffend, welcher Überdeckungsfaktor verwendet wurde. Ein geringer Zahlenunterschied sollte nicht automatisch als Beleg dafür gelten, dass eine Konstruktion leiser ist, insbesondere wenn sich Prüflabore, Verfahren oder Betriebsbedingungen unterscheiden.
Wiederholbarkeit und Produktionsstreuung sind unterschiedliche Fragestellungen. Wiederholte Prüfungen an einem Gerät zeigen, wie konstant sich dieses Muster unter den Prüfbedingungen verhält. Messungen an mehreren Produktionseinheiten können Unterschiede aufgrund der Montage, von Bauteiltoleranzen oder Lieferantenstreuungen aufzeigen. Keine der beiden Prüfungen kann die andere ersetzen.
Ein Hersteller von 8-kg-Wäschetrocknern sollte daher erläutern, wie der angegebene Wert ermittelt wurde und wie die Konformität der Produktion geprüft wird. Vereinbaren Sie vor der Bestellung das Stichprobenverfahren, die Verifizierungsmethode und das Vorgehen bei einer nicht bestandenen Prüfung. Vermeiden Sie eine willkürliche Toleranzangabe „± dB“, ohne festzulegen, wofür sie steht.
Die 1979 gegründete Shandong Xiaoya Group Household Appliances Co., Ltd. entwickelt und fertigt Frontlader-Waschmaschinen, wandmontierte Mini-Waschmaschinen und Wäschetrockner und bietet OEM- und ODM-Dienstleistungen für Exportmärkte an. Bei einem vielfältigen Wäschepflege-Sortiment sind modellspezifische Nachweise unerlässlich: Fertigungserfahrung und Unterlagen für eine Gerätekategorie belegen nicht die Geräuschleistung einer anderen.
So ist die XIAOYA Waschmaschine XQG120-98922丨12kg mit einer Wasch-/Schleuderkapazität von 12 kg, einer maximalen Schleuderdrehzahl von 1400rpm und einem BLDC/DD-Invertermotor spezifiziert. Das sind Spezifikationen einer Waschmaschine, keine akustischen Nachweise für einen 8-kg-Wäschetrockner. Auch die bloße Angabe eines Invertermotors belegt nicht, wie leise das vollständige Gerät sein wird.
Verknüpfen Sie den Prüfbericht für den freizugebenden Trockner mit der Stückliste und legen Sie fest, welche Änderungen eine akustische Überprüfung auslösen. Der Austausch von Lüftern, Kompressorlagern, Änderungen des Luftwegs, eine veränderte Steifigkeit der Gehäusebleche und angepasste Drehzahlen der Steuerung können Untersuchungen erforderlich machen. Eine erneute Prüfung sollte sich nach der Bedeutung der Änderung und den geltenden Verifizierungsanforderungen richten.
Vor der Freigabe sollten die Nachweise drei Fragen beantworten: Was genau wurde gemessen? Wie repräsentativ ist das Ergebnis für die zu kaufenden Geräte? Lässt sich das Ergebnis reproduzieren? Wenn eine Antwort von einer nicht dokumentierten Annahme abhängt, sollte diese geklärt werden, bevor der Dezibelwert als Einkaufsspezifikation festgelegt wird.
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